Unpassende Diskussionen aus anderen Bereichen

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    • Unpassende Diskussionen aus anderen Bereichen

      ÖH... Menschen wie wir?... also ich fühle mich nicht angesprochen von dem " keine Idioten" .
      ich finde man kanns übertreiben. ich schliesse mich meinem doc und dem captain der remedy an.
      Ach und menschen wie wir.. können mit dem begriff idioten auch ganz gut umgehen. und es zwingt dich ja keiner dort hinzufahren. Punkt komma Aus..
      Senf Dazugegeben.
      FFWOOSH
    • Fall mir halt in den Rücken und benutz weiter solches Vokabular, Liebes.
      Aber komm nicht winselnd angekrochen, wenn Dir behindertenfeindliche Sprache doch irgendwann zuviel wird <3

      Hier, ein wenig Lesestoff: disabledfeminists.com/2009/10/11/ableist-word-profile-idiot/

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Summer Davenport ()

    • Der Ausdruck Idiot ist im heutigen Sprachgebrauch als Schimpfwort geläufig und bezeichnet einen dummen Menschen. Mehr oder minder stark pejorative Synonyme sind etwa „Dummkopf“, „Depp“, „Trottel,“ „Schwachkopf“, „Hornochse“, „Vollpfosten“ (neu) oder (veraltend) „Narr“.

      Mag ja sein das die Ursprünge behindertenfeindlich waren..... heute ist es ein schimpfwort....für leute die sich doof benehmen ... nur weil ich jemanden als arschloch bezeichne denke ich nicht an das körperteil.... also summer entspann dich....
      Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, denn ich bin die absolut gemeinste Drecksau in diesem verdammten Tal!!!

      Ich bin der Mann fürs Grobe. Für grobe Verletzungen; sowohl sie beim Freund zu lindern als auch beim Feind zu verursachen.

      Wenn du den Schuss hörst, dann warst du nicht das Ziel.
    • Bitte lies den verlinkten Text in meinem letzten Post.
      "Idiot" IST behindertenfeindlich. "Dummkopf" auch.

      Und eine Person, die ein solches Problem anspricht, mit "entspann Dich" abzuwiegeln kommt herablassend an
      (bitte beachte die Formulierung, ich unterstelle NICHT dass es so gemeint ist)
      und ist leider DIE klassische Reaktion von Nichtbetroffenen irgendeiner Diskriminierung, wenn Betroffene versuchen auf Probleme hinzuweisen.

      Da kann man noch so gechillt an der Tastatur sitzen und grad ne Nackenmassage kriegen, aber wenn man ein solches Problem anspricht,
      kommt garantiert jemand mit "Entspann Dich", "kochs nicht hoch", "zu viel Political Correctness!!!!!!!!!" etc.
      Es ist extrem unbequem, Selbstverständlichkeiten des eigenen Weltbilds und der eigenen Kommunikation hinterfragen zu müssen,
      deswegen sind solche Reaktionen ein (in der Regel völlig unbewusst erfolgender) Automatismus, um die unliebsame Kritik zu delegitimieren.
      (Nur für's Protokoll: ich bin grad komplett entspannt und würden wir sprechen statt zu schreiben, hätte ich den ruhigen Tonfall einer Person,
      die übers Wetter und ihre letzte Mahlzeit spricht ;) )

      Ich habe in den vergangenen Jahren verdammt hart daran gearbeitet, solche Reaktionen aus meinen eigenen Denkmustern rauszukriegen.
      (Wir alle haben das in uns, ich lasse beim Kehren meine eigene Tür also nicht aus.)
      Und selbst jetzt, wo ich seit Jahren daran arbeite, solche Muster zu erkennen und dagegen anzugehen, bin ich noch lang nicht damit am Ende, mich selbst zu hinterfragen; das ist notwendiger Weise ein lebenslanger Prozess, kein Achievement.
      Wir alle müssen uns mehr hinterfragen, um sprachliche Diskriminierung zu reduzieren.

      Unsere Sprache ist voll von verschiedenen Diskriminierungsformen (Ableismus, Rassismus, Sexismus; nur um einige zu nennen)
      und die Leute sind sich einfach nicht im Klaren darüber, was sie damit bei Betroffenen Menschen anrichten
      und es ist ihnen oftmals leider völlig egal, weil "Ich meins aber so und so".

      Es gibt einen Grundsatz aus der Diskriminierungsbekämpfung, der an dieser Stelle voll zum Tragen kommt:

      "Intention is irrelevant, impact counts."


      Nehmen wir mal ein drastisches Beispiel zur Verdeutlichung:

      Gestern in einem Teamspeakgespräch erzählte jemand davon, ein Freund von ihm habe einen PC zweckentfremdet um irgendwas ungewöhnliches damit zu tun.
      Soweit nicht das Problem und worum es im Detail ging ist auch irrelevant.
      Aber er sagte so wörtlich: "...hat der die Kiste vergewaltigt, um..."
      Ich war in dem Moment auf Knien dankbar dafür, dass eine ganz bestimmte Person (die mehrfach vergewaltigt wurde)
      nicht anwesend war, denn die hätte ich danach Stunden lang erstmal aus dem Nervenzusammenbruch rauspäppeln dürfen.
      Stichwort: Retraumatisierung.

      Ja, das war jetzt ein extremes Beispiel und die meisten Fälle sprachlicher Diskriminierung verursachen nicht ganz so viel Schaden.
      Aber in der Summe eben doch.

      Noch ein Beispiel:
      Meine Lebensgefährtin hat einen unterdurchschnittlichen IQ.
      Sie zuckt jedes Mal zusammen, wenn jemand Worte wie "Idiot" oder "dumm" verwendet um Sachverhalte wie zB "benimmt sich arschnasig" zu beschreiben.
      Oder irgend etwas anderes, was auf schlechte Manieren, nicht genug nachdenken und andere Dinge, die eben nichts mit geminderter Intelligenz zu tun haben, hinaus läuft.

      Und noch eins:
      Ich bin Autistin.
      Andauernd, wenn irgendwer sich unempathisch oder unsozial oder sonstwie kritikwürdig verhält und jemand anders das als "autistisch" bezeichnet
      (google Dich einfach mal durch die Schlagzeilen der letzten Monate, in der Presse passiert sowas ständig),
      werden dadurch Menschen im autistischen Spektrum Eigenschaften unterstellt, die wir in aller Regel gar nicht haben.
      (Die unterstellte angebliche Unempathie ist oftmals nur eine extrem ausgeprägte Abschirmung weil viele von uns SO empathisch sind,
      dass sie das ganze Leid auf der Welt einfach nicht ertragen können.)
      Damit werden autismusfeindliche Klischees verstärkt, was wir dann ausbaden dürfen und sei es nur deswegen,
      weil Autismus a priori als etwas schlechtes verschrien wird, was in letzter Konsequenz zB dazu führt,
      dass autistische Kinder mit Chlorbleiche! und "Therapie"formen wie ABA (Applied Behaviour Analysis) sprichwörtlich gefoltert werden.
      Und das eben nicht zuletzt deswegen, weil durch undurchdachte Wortwahl Klischees und Vorurteile reproduziert werden.

      Worte haben Macht, und undurchdacht gewählte Worte können erheblichen Schaden anrichten.

      Deswegen MÜSSEN wir unsere Sprache intensiver hinterfragen, damit Marginalisierte nicht an allen Ecken und Enden hinten runter fallen.

      Angefangen damit, nicht "Idiot" zu sagen, wenn "Arschnase, die anderen das Spiel kaputt macht" o.Ä. gemeint ist.



      EDIT: Kleiner Nachtrag zum Thema "Entspann Dich!":
      rebloggy.com/post/comic-satire…al-prejudice/101397818154

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Summer Davenport ()

    • Zielstrebig Links und fachspezifische Rhetorik zu verwenden hilft nicht, wenn im Vorfeld es bereits an der einfachen Kommunikation scheitert. Es ist bequem und einfach seinen Diskussionspartner darauf hinzuweisen erst die scheinbaren Quellen der eigenen Beweggründe zu lesen, um sein Gegenüber zu beschäftigen. Und wenn noch mehr Beispiele deinerseits genannt werden... und noch mehr Essays über die Ungerechtigkeit in der Sprache... es ändert nichts am Umstand, daß bereits zu Beginn die Kommunikation scheiterte, trotz einer Klarstellung.
      Zugleich klammerst du mit den vehementen Formulierungen für mich aus, daß innerhalb dieser Community Personen sind, die eben das notwendige Feingefühl bei dieser Thematik besitzen und genug Selbstreflektion mit sich führen.

      Du schreibst du würdest nichts unterstellen, formulierst es dennoch stetig sehr hart, was im Zuge dessen als Vorbehalt verstanden werden kann. Ironischerweise gibt gleichzeitig der zitierte Grundsatz genau die Erklärung für die Farce, die sich nach einem übermotivierten Interpretationsversuch der Formulierung von IT-Hausregeln (!) hier abspielte: Intention is irrelevant, impact counts. Kam tatsächlich voll zum Tragen.

      Statt zu erwähnen, man möchte doch niemanden etwas unterstellen, wäre es hilfreich am eigenen Tonfall zu arbeiten. Wie sehr schön dieser Grundsatz zusammenfasst, er wirkt in beide Richtungen. Anhand der bisherigen Reaktionen dürfte zumindest erkennbar sein, daß die Diskussion keinen guten Start hatte, entgegen einer angestrebten Lösung und Klärung zieht es sich immer noch. Da wäre die eigene Dialogbereitschaft wichtiger, statt mit selbstgenannten Beispielen und missionarischem Eifer die vom Internet "belegbare" Wahrheit verkünden zu wollen. Ich denke du unterschätzt in diesem Fall sogar Einzelne... nur weil dir gegenüber eine Kritik geäußert wird, impliziert dies nicht fehlendes Verständnis oder Erfahrung in solchen Angelegenheiten.

      Intention is irrelevant, impact counts. - Oder auch: Der Ton macht die Musik. ;) Und eben der ging gehörig daneben. Du hast dich durch einen IT-Flyer angegriffen gefühlt und gehst mit einer Vehemenz (und teils Arroganz) vor, die eine neue Userin (und folgende Kritiker) in die Position gebracht hatte, die du selber anklagst. Bitte über diese Entwicklung nachdenken.

      Contenance ist und bleibt das Stichwort. Auch oder gerade bei solchen heiklen Themen. Man kann für den eigenen Standpunkt argumentieren, ohne endültige Worte oder bewusst dramatische Beispiele und Quellen zu verwenden.

      Kurzum: Mein Fazit ist, daß nicht das "Was" sondern das "Wie" hier über den momentanen Verlauf dieses Themas entscheidet.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Dewin ()

    • Ich versuche es gerade zu verstehen. Und es bereitet mir erhebliche Schwierigkeiten.

      An meinem Post, der sich direkt auf den Flyer bezog, habe ich eine ganze Weile rumgebastelt gerade WEIL ich nicht wollte, dass es angreifend rüber kommt, gerade WEIL ich mich fragte: "Kommt das so an, wie ich es meine?".
      Selbst als ich den Post geschrieben hatte, habe ich ihn mehrfach editiert, die Formulierung gefeilt und abgeschwächt um eben nicht angreifend zu wirken und nicht einfach nur zu stänkern sondern konstruktiv ranzugehen und zu sagen:
      "Hey, das find ich unglücklich formuliert, ich hab da nen Vorschlag wie es besser gehen könnte."
      Und weil es trotz Feilen so krass anders ankam, löste die komplett unerwartete Gegenreaktion bei mir ein "WTF IS WRONG WITH U"-Fühl aus.

      Nur um das klarzustellen: ich ziehe mir den Schuh voll an.
      Offenbar hat meine Kommunikation ERHEBLICH nicht so funktioniert wie intendiert ("sachlich, faktenorientiert")
      und das obwohl ich mein möglichstes versucht habe, einen angreifenden Tonfall zu vermeiden.
      Ich verstehe einfach nicht warum das so daneben ging.

      Ich weiß nicht, wo das exakte Problem liegt, denn wenn mir jemand

      Summer Davenport schrieb:

      "Keine Idioten" ist behindertenfeindliche Sprache (unabhängig davon dass ich Euch in dubio pro reo wohlmeinend unterstelle, es nicht so gemeint zu haben) und ich als psychisch kranke Person fühle mich mit DER Ansage direkt unwillkommen.
      Änderungsvorschlag: "Keine Pappnasen", "Pappnasen unerwünscht" oder ersatzlose Streichung.
      schreiben würde, käme das bei mir als knapp formulierte, konstruktive Kritik an, weder besonders freundlich noch unfreundlich.
      (Rückblickend betrachtet frage ich mich, ob die Knappheit der Formulierung als Mangel an Höflichkeit ankam. Falls ja, hätte ich auf jeden Fall einen wertvollen Ansatzpunkt zum reflektieren.)

      Ist meine Wahrnehmung/Kommunikation* denn so krass anders** als Eure?
      *Mit dieser Frage suche ich den Fehler explizit bei mir selber (auch wenn ich hoffe, damit nicht ganz allein zu sein).
      **Dass ich zahlreiche Dinge anders wahrnehme als andere Menschen weiß ich, ein Teil der Ursachen dürfte wohl damit in Zusammenhang stehen, dass ich im autistischen Spektrum liege. Ich versuche gerade zu ergründen, ob der Unterschied wirklich so krass ist, wie Deine Worte bei mir ankommend andeuten.


      Und wo wir schon dabei sind: Komme ich Face2Face auch so rüber? Oder tritt das Problem nur schriftlich auf?


      Stichwort Arroganz:
      Hmhmtja. Es passt mir so überhaupt GAR nicht in den Kram, aber es wäre schlichtweg unehrlich das einfach abzustreiten.

      Ich habe im Zuge meiner politischen Arbeit und leider auch im Privatleben in den letzten Jahren eine Menge Arschgeigen erleben müssen,
      die in ihrer offensiven Menschenverachtung völlig faktenresistent waren und bei denen ich zu wirklich harten verbalen Mitteln greifen musste,
      um nicht komplett überrannt zu werden; angefangen mit Hasspostern im Netz bis hin zu Ärzten,
      die mich aufgrund von Transfeindlichkeit vorsätzlich falsch behandelt und damit traumatisiert und anderweitig langzeitgeschädigt haben.

      Ich komme nicht umhin darüber zu reflektieren, dass das die Art, wie ich Texte formuliere,
      beeinflusst haben könnte und das nicht unbedingt zum besseren.
      Das ist wohl der Punkt, an dem mich "Intention is irrelevant" voll ins eigene Knie f*ckt, denn ->eigentlich<- versuche ich ->nicht<- arrogant zu sein.
      Zumindest in diesem* Fall scheint mir das gehörig misslungen zu sein.
      *Bei den anderen Diskussionen hier bei denen ich mich beteiligt habe, bekam ich keine solche Rückmeldung.

      Die Frage ist: Wie gehe ich jetzt damit um?
      Als ich den ersten Post in seine endgültige Fassung gebracht hatte, las ich ihn erneut und dachte:
      "Okay, besser krieg ichs nicht hin. Sachlich, prägnant, lösungsorientiert, so soll es sein."
      ...nur um jetzt zu erfahren, dass es scheinbar nicht mal im Ansatz ausgereicht hat.
      Ein einfaches "Oh, so sollte es nicht ankommen, wir ändern "Idioten" in "Pappnasen"." war eigentlich alles, was ich damit zu erreichen hoffte.
      Es kommt nicht oft vor, dass ich zugeben muss, völlig ratlos zu sein.
      Ich gebe es hiermit zu: Ich bin völlig ratlos.


      Bevor ich es vergesse:
      Ich komme in letzter Zeit nicht gut mit Frustration klar, diese Angelegenheit hat mich sehr frustriert und zu allem Überfluss bin ich seit *Uhr gucks*
      rund 6 Tagen bis auf weiteres ohne medikamentöse Versorgung und meine dadurch massiv angestiegenen chronischen Schmerzen sind nicht gerade förderlich für meine Stresstoleranz.
      Elaine, ich bin nach wie vor nicht glücklich über Deinen Post, eben weil er bei mir als "in den Rücken fallen" ankam,
      aber ich schätze, ich hätte darauf auch weniger heftig reagieren können. Ich bitte Dich dafür um Entschuldigung.


      Nachtrag: Gerade WEIL ich davon ausgehe, dass unter LARP-Menschen die Awareness höher ist als anderswo, war ich sehr geschockt, als ich den Eindruck bekam, dass es doch nicht so ist.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Summer Davenport ()

    • Hallo, ihr Lieben!

      Was haltet ihr vom folgenden Vorschlag:
      Bei einem Thema, das die Gemüter reizt, kann derjenige, der dazu etwas sagen möchte, seinen Post zunächst bei Word niederschreiben und eine Nacht darüber schlafen. Am nächsten Tag kann er sich den Post nochmal durchlesen... hierbei wird derjenige -idealerweise- feststellen, dass seine Wortwahl kränkend oder missverständlich rüberkommen könnte, und kann seine Wortwahl ändern... nach einer Portion Schlaf sieht die Welt nämlich oft nicht mehr ganz so schlimm aus... oft kann es auch helfen, sich in die Situation des anderen hineinzuversetzen. Derjenige, der bei einem Streit ruhig bleibt, ist der Überlegene!

      Ich hoffe, dass sich mit diesem Beitrag die richtigen Leute angesprochen fühlen (Führungskräfte eingeschlossen) ... man möchte meinen, dass wir alle aus dem Teenager-Alter herausgewachsen sind!