Penglai System - Nahe Bottom

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    • Penglai System - Nahe Bottom

      Hubal lag schon weit hinter der Firefly Serie 3, die stumm ihrem neuen Kurs folgte. Der Hauptantrieb schimmerte sanft und das Licht von zwei Sonnen ließen die grüne Glücksmünze und das Logo der Remedy hell aufleuchten, ehe das Schiff von dem Schatten des unbewohnten Planeten Bottom verschluckt wurde. Das warme Licht der Sonnen wurde durch die künstliche kühle Beleuchtung, wie es bei der Allianz nun mal Standard war, ersetzt und es wurde etwas dunkler in dem Cockpit der Remedy.

      Alana lag rücklings auf dem Boden, ihre Beine an der kalten Metallwand angelehnt. Auf dem linken Arm ruhte ihr Kopf in entspannter Haltung, den rechten hatte sie von sich gestreckt und ihre Fingerspitzen fuhren sachte über die raue Oberfläche, als würden sie jede einzelne Kerbe ertasten wollen. Währenddessen flog ihr Blick gedankenverloren über die Decke, folgte jeder Schweißnaht und jedem Bolzen. Nicht unweit ihrer rechten Hand lag ihr Cortexpad. Auf der Mitte des Displays konnte man einen Hinweis auf eine gesendete Wave erkennen. Aus den kleinen Boxen dröhnt die hohe Stimme einer Frau, die im Duett mir einer sanften Männerstimme zu einem eher monotonem Rythmus sang. Gitarrenmusik begleitete die Beiden und erfüllte den ganzen Maschinenraum.
      Alanas Fuß wippt im Takt mit, zumindest wirkt es so. Doch genau betrachtet folgt der Fuß einem ganz anderen Rythmus. Irgendwo zwischen dem Dröhnen der Maschinen, war ein kleiner Takt, den sie Konzentriert verfolgte und sie störte, allerdings war sie sich nicht bewusst, worum es sich hätte handeln können... Noch eine Weile wippte ihr Fuß, ehe die Musik umsprang. Fast fließend ging die Stimmung über zu einem schnelleren, aber nicht weniger monotonen Bass. Ihre Fingerspitzen hielten ein und ihre Hand fuhr vor ihren Mund, wo sie ein herzhaftes Gähnen versteckte. Sichtlich müde, aber motiviert den Störenfried zu finden, stand sie auf und klopfte sich den Overall ab.
      Neben ihr auf einer Ablage stand ihre kleine helle Teekanne mit dem kleinen Blumenmuster. Eine winzige Katsche am Ausguss ließ Alana immer wieder an die Zeit auf der Intrepid zurückdenken. Eine Momentaufnahme in dem die Maschinen erneut unsanft ausfielen und ein Ruck durch das Schiff ging. Die Kanne titschte im ungünstigen Winkel gegen die Wand und erinnerte sie nun bei jeder Tasse Tee an die Jahre auf dem Schiff auf dem sie ohne es zu wissen, den Menschen begegnete, die sie heute so tief in ihr Herz eingeschlossen hatte. Zwei kleine Teebecher standen neben der Kanne, eine davon leer und ungenutzt, aber bewacht von einer kleinen gelben Strickente. Die Andere war bereits kalt und am Boden setzten sich kleine grüne Blätter ab. Noch immer duftete es nach Kirschen und herben grünem Tee. Daneben flogen diverse Notizen mit Namen, Terminen und IDs verstreut auf dem Tisch herum. An einem Regal mit diversen Katons und Verpackungen baumelte eine kleine schwarz-weiße Stoffkatze und bewachte ein Sammelsurium aus Sprühdosen, Pinseln, Schwämmen und einen Karton mit einer Aufschrift, die diesen klar, als Alanas Eigentum kennzeichnete.

      Wahrscheinlich durfte zu dem Zeitpunkt jeder schlafen. Alanas liebste Schicht war derzeit die Nachtschicht, es war still und sie musste mit Niemandem um die Musikauswahl diskutieren. Dennoch kramte sie nach zwei kleinen Knöpfen, die sie sich in ihre Ohren legte. Ein kleines blaues Licht zeigte an, dass diese aktiviert waren und plötzlich wurde es im Maschinenraum still. Ein kleines lächeln fuhr über Alanas Gesicht und dezent tänzelnd bediente sie den Türöffner und ging durch den Flur ein paar Schritte zu den Bedieneinheiten. Rythmisch, dieses mal der Musik folgend, wippte ihr Kopf auf und ab, während ihre Finger über die Displays fuhren und ihr Zahlen und Graphen preis gaben. Eine Weile verging und je tiefer ihre Konzentration auf die Werte fiel, umso weniger wurde ihr bewusst, dass sie anfing mitzusingen... "

      ...

      "... You will never love me again
      I can still hear you saying
      You would never break the chain..."

      ...
      Cat'it! :3

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    • In der Kantine war es still, nur das leichte Summen der Maschinen im Hintergrund war zu hören. Die meisten Lichter waren in dem Raum ausgeschaltet, nur einige der Wandlampen leuchteten angenehm dämmrig vor sich hin, jetzt wo nach und nach die Beleuchtung gewechselt wurde. Weiter hinten in der Sitzecke stieg etwas Rauch empor zur Decke und wurde von dem Lüftungssystem mit träger Konstante eingesogen, um gegen frisch gefilterte Luft ausgetauscht zu werden.
      "... never love...", klangen einige Worte leise hallend in den Raum.
      Dewin erhob sich etwas aus einem der großen, weichen Kissen, das er sich hinter den Rücken gelegt hatte. Die Füße behielt er aber hochgelegt auf dem Tisch und er senkte etwas sein Cortexpad um aufmerksam in Richtung des Durchgangs zum Maschinenraum zu schauen.
      "... stiiiiiiiiiiiill hear you saaaaaaaaaying...", trällerte es nun deutlicher zu ihm hinüber, worauf er eine Augenbraue hob.
      Ein breites amüsiertes Schmunzeln zog sich über sein Gesicht und er wischte einige Fenster auf dem Pad beiseite, behielt aber jene offen, die mit Nachrichten über Beylix und die umliegenden Planeten verknüpft waren. Gerade hatte er noch einen Artikel zu Tomiko Town gelesen, worin von anhaltender Knappheit medizinischer Güter die Rede war. Die Gesangseinlage aus Richtung des Maschinenraums hielt an und behutsam legte er das Pad beiseite auf den Tisch, während er die Füße runternahm. Langsam stand er auf und streckte sich ausgiebig. Seine Hosenträger hingen auf halb Acht und hatten momentan eine eher dekorative, als tragende Wirkung, doch er machte keine Anstalten etwas daran zu ändern. Sogar die Stiefel trug er immer noch, obwohl er dem optischen Eindruck nach eher in Pantoffeln hätte unterwegs sein können. Dewin nahm sich seine Kaffeetasse, die noch einen Rest enthielt, steckte sich die Zigarette in den Mund und trottete zur Küchenzeile hinüber. Prüfend fuhr er mit der freien Hand über die Arbeitsfläche und sah auf die Handinnenseite. Diese blieb sauber und hatte keinen Dreck oder Reste von der letzten Nutzung an sich. Bis auf einige Kleinigkeiten wie Tassen und vereinzelte Teller, die in der Spüle standen , sah die Küche so ordentlich wie in den Wochen davor aus. Dann erreichte der Kapitän die Kaffeemaschine, deren Kanne noch genug Inhalt für die gesamte Crew hatte. Dewin stellte seine Tasse ab, öffnete eine nahe Schranktüre, griff hinein und holte zwei saubere Tassen hervor. Kurz trat er zur Seite und sah den Gang hinunter in Richtung Cockpit, auch wenn er nicht ausmachen konnte, ob Rene immer noch dort die Stellung hielt. Nachdenklich hielt Dewin einen Moment inne und stellte schließlich eine der Tassen auf Vorrat umgedreht neben die Maschine, während er die andere bis zu zwei Drittel zu füllen begann. Kaum hörbar summte er vor sich hin und griff zum Kühlschrank, um dort eine angebrochene Packung Milch herauszuholen. Prüfend sah er auf das Etikett und roch daran. Tatsächlich war es noch richtige Milch, die auf Aberdeen eingekauft wurde. Kurz vergewisserte er sich, daß im Kühlschrank noch die übrigen Packungen an Soyamilch vorlagen, bevor er die Kühlschranktüre wieder schloss und die gerade gefüllte Tasse weiter mit Milch auffüllte. Die Milchpackung war fast leer, doch die Tasse drohte mehr als nur randvoll zu werden. So setze Dewin die Packung kurzerhand an und trank den Rest Milch mit einem kurzen Schluck aus. Zufrieden nickte er und warf die übriggebliebene Verpackung direkt in den Müll.
      "... stiiiiiiiilll hear you saaaaaaaaaaying..."
      Kurz hebte Dewin den Kopf, als wieder der gleiche Refrain hinüberschallte. Er kniff etwas die Augenbrauen zusammen und schüttelte ungläubig den Kopf, bevor er mit einem letzten Zug die Kippe in einem sauberen, metallenen Aschenbecher ausdrückte. Dann füllte er seine Tasse auch wieder auf, nahm mit der anderen Hand die zuerst gefüllte Tasse und schlenderte mit einem deutlichen Umweg gemütlich los. Der Umweg brachte den Kapitän zum Intercom, wo er kurz innehielt und mit dem Handrücken die Spracheingabe einschaltete. Er betätigte den Kanal in Richtung des Cockpits und sprach mit ruhiger Stimme hinein.
      "Hey Rene... keine Ahnung ob du pennst. Falls ja... sorry für das Wecken. Ansonsten ist hier wieder Kaffee da, die Tasse steht neben der Maschine."
      Mit einem leisen Knarzen schloss sich wieder der Sprachkanal und Dewin ging auf den Durchgang in Richtung des Maschinenraums zu. Behutsam stieg er aus der dämmrigen Kantine über die Schwelle in die karge Beleuchtung des Ganges. Seine Sohlen hallten leicht auf den Metallgittern wieder und verrieten mit einem leichten Echo einen neuen Fußgänger in diesem Teil des Schiffes. Am Ende des Ganges konnte er nun eine leicht wippende Gestalt ausmachen, die von einem der Bildschirme eines offenen Schaltpults bläulich angeleuchtet wurde.
      "... stiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiill hear you saaaaaaaaaaaaaaaying..."
      Wo scheinbar der Rest des Liedes eher dezent mitgesungen wurde und selbst in dem Gang jetzt nur schwach hinübergetragen wurde, schien diese Stelle im Refrain etwas mehr Enthusiasmus zu erfordern, wenn man einstimmen wollte. So näherte sich Dewin der Mechanikerin in aller Ruhe...

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    • "Chaaaaahaaahaaaains keep us together.... Chaaaaaaaaaahaaaaahaaaaaains keep us together... running in the shadows..."
      Das rythmische Wippen der Mechanikerin wurde schneller und ihre Mimik unterstrich die Dramatik des Liedes. Gleichzeitig spiegelten sich Zahlen und Graphen in ihrer Brille, während ihre Finger über das Display fuhren. Sie suchte einen Wert, einen Hinweis, der auf eine Unregelmäßigkeit hinwies. Dabei schob sie eben diesen Fokus wie einen Vorhang, vor ein kleines sentimentales Gefühl, das in ihrer Magengegend zu wachsen begann. Eine Erinnerung, nicht mehr, aber genug um Gedankenbilder keimen zu lassen - "Chaaaaahaaaaaahains... keep us together..."

      Ihr Blick flog zu der Bedieneinheit zu ihrer Rechten als sie eine Schatten erkennen konnte, der sich in langsam und ruhig in ihre Richtung bewegte. Ein Ruck durchfuhr plötzlich ihren Körper und ein kleiner erstickter Schrei fuhr ihr instinktiv aus der Kehle. Mit großen Augen starrte sie auf den Schatten. Es dauerte allerdings nur einen Bruchteileiner Sekunde, ehe sie Dewins Silhouette ausmachen konnte.
      "Argh Dew...!", ihre Stimme klang peinlich berührt und eher hektisch rupfte sie die Knöpfe aus ihren Ohren. Blechern dröhnt das Lied aus den Kopfhörern, die sie sich schnell in die linke Tasche ihres Overalls steckte. Ihr Gesicht fühlte sich schlagartig furchtbar heiß an. So langsam machte sich in Al das Gefühl breit, dass sie wie ein Reh im Blendlicht dreinblickte, also wendete sie ihren Blick schnell auf das Display, während ihre Finger nervös eine Strähne aus dem Gesicht hinter ihr Ohr schob.

      "Heeeey. Ich dachte ihr schlaft alle schon.", sagte sie mit einer ungewöhnlich hellen Stimme.
      Cat'it! :3
    • "Shiny", antwortete Dewin knapp und hob die Augenbrauen, als er auf die Displays sah, die Alana konzentriert prüfte. "Alles gut. Kaffee?"
      Er hörte noch den dumpfen, blechernen Ton aus den Ohrstöpseln von Alanas Soundpad unter ihrem Overall und schmunzelte kurz.
      "Ich wollte dich nicht stören, wenn du aber noch deine Schicht freiwillig überziehst hilft Kaffee zumindest ganz gut."
      Etwas abwesend sah er erneut auf die leuchtenden Anzeigen, deren kühles Licht etwas in den Augen schmerzten, wo die restliche Beleuchtung in dem Gang sehr stark reduziert. Dieser harte Kontrast war nicht sehr angenehm, wenn man sich vorher an den dunklen Gang gewöhnt hatte.
      "Hmm... ist etwas mit unserer Lass?"
      Dewin gab sich Mühe etwas in diesen Zahlen und Graphen zu erkennen, aber sein Blick verriet, daß es ihm nur ansatzweise gelang. Er entspannte sich und nahm eine etwas bequemere Position im Stehen ein, während er von seinem Kaffee trank. Er wartete erst gar nicht eine Antwort von Alana, sondern grübelte und kniff die Augen noch etwas zusammen. Das Licht der Bildschirme blieb unangenehm, auch wenn der Kapitän sich allmählich daran gewöhnte.
      "Ich habe mir den Kurs angesehen den Rene sich rausgesucht hat, nichts Großes. Wenn wir Bottom in Kürze passieren geht es in fast direkter Linie weiter Richtung Beylix. Habe ihm schon gesagt, daß er so fliegen soll, daß wir tagsüber gegen Mittagszeit ankommen, je nachdem wo wir landen. Wir halten das Lag etwas geringer, als beim letzten Mal."
      Er trank wieder aus der Tasse und reichte Alana schließlich ihre Tasse, die er die ganze Zeit noch festhielt.
      "Gerade suche ich noch nach Landemöglichkeiten, wo wir auf dem Müllhaufen landen können."
      Dann folgte eine rhetorische Pause und er schmunzelte kurz.
      "Kaffee?", fragte er und hob ihre Tasse, als würde er wieder am Anfang des Aufeinandertreffens ansetzen.

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    • "Gehen sie auf Achtern und halten sie genug Abstand. Sind die Geschütze bereit?"
      Das Deck der Lavender war in flimmerndes, rotes Warnlicht gehüllt, als die ersten Schüsse des Schiffes, das aus dem Asteroidenstrom gekommen war, bereits auf die Hülle einprasselten wie Hagelkörner in einem Wintersturm. Stiefel stürmten über das Middeck und Befehle halten durch das Schiff. "Aye, Ma'am."
      "Ensign Thewer, haben Sie das Ziel erfasst?"
      "Wir haben freies Feld auf die Energieleitung am Back."
      "Halten Sie uns den Bug sauber. Ich will keinen Vorfall wie bei Sin. Ruhig bleiben. Auf mein Kommando."
      Erneut prasselten Schüsse auf die Hülle des Patrol Boat, dass mit einem lauten Knallen Geschwindigkeit aufnahm und sich links über die Hanover Class schob, die das Feuer eröffnet hatte.
      Zähneknirschend starrte die Lieutenant auf die Anzeigen der Lavender und traute sich kaum zu blinzeln.
      "Feuer!"

      Mit einem lauten Pfeifen und dem unangenehm warnenden Piepston der Bordsensorik verließ das 10-Pfund-Geschoss das Geschütz der Lavender und sorgte für Funkenflug an der Hülle des feindlichen Schiffs, dass mit Wucht aus seinem Kurs geworfen wurde.
      "Bestätigter Treffer, Backbord Oberdeck."
      "Status?"
      "Unser Besuch scheint Probleme mit der Energieversorgung zweier Triebwerke zu haben."
      "Fangen Sie sie ein. Ich will Dauerfeuer auf den verbliebenen Main Thruster." Die Dame lehnte sich mit den Handflächen auf die Reeling der Konsolen und atmete schwer aus. "Das hätte ein reichlich ruhiger Flug werden können. Halten Sie uns auf Abstand. Entweder diese Dreckssäcke haben keine Ahnung von Taktik oder noch ein Ass im-"
      Mit einem wabernden Surren und dem Flackern der Bildschirme wurde es still auf dem Schiff.
      "Ta ma de! Die haben ein EMP?! Kyle, Blindflug, setzen sie uns ab."
      Ein Ruck ging durch das Schiff, als der Pilot seine Steuerung manuell übernahm und wie im Drift die Lavender einen harten Turn machte, um das Piratenschiff, dessen Rauchschwaden sich ins Black verteilten, wieder ins wackelige Blickfeld des Cockpit zu bringen. "KYLE, wo haben Sie fliegen gelernt! HALTEN SIE UNS GERADE!", fauchte die Frau und hämmerte dabei mit einer Faust auf eine der defekt flimmernden Anzeigen. Dann wandte sie sich ruckartig herum und sprang die Stufen aus dem Cockpit herunter. "WIR FLIEGEN OHNE STROM! DIE FLAUTE MACHT UNS NICHTS! BUCKER, WARD, ICH WILL LOCHFRAS IN DIESEN PIRATEN!" Zwei der Crewmitglieder verzichteten auf den Salut und rannten in Richtung der Bordgeschütze.


      Zehn Minuten später lag die Lavender im Dunkeln, vor sich die zerschossenen Reste einer Hanover Class, deren Energieleitungen selbst aus der Entfernung durch den leichten Funkenschlag defekter Platinen zu sehen waren. "Gute Arbeit. Ich will einen ausführlichen Statusbericht. Und rufen Sie die nächste ASREV Einheit. Bevor wir irgendetwas boarden, kümmern wir uns um die Lavender."

      "Jawohl, Ma'am." - "Kyle, der Kampf ist vorbei. Sparen Sie sich die Förmlichkeiten für einen Apell."

      "Ma'am?" - "Was denn noch?" - "Ein Schiff im Anflug. Direkt in unsere Richtung."
      "Auch das noch... Ward, gute Arbeit da unten." Der braungebrannte und verschwitzte Crewman betrat das Cockpit und salutierte. "Stehen Sie entspannt, Ward. Was gibt es zu berichten?" - "Elliot, schlechte Nachrichten. Wir haben Treibstoff verloren und einen ziemlich bösen Treffer an den Druckverteilern." Die Frau nickte ernst und strich sich eine verirrte Strähne zurück in die streng gebundenen Haare. "Sonst noch etwas? Wir bekommen nämlich Besuch."
      "Ma'am, die Scanner sind online. Firefly-Class, Registrierung 218-D-992-65V193B. Eigentümer ist ein gewisser Callahan."
      "Callahan? So wie der Waffenhersteller?" Sie runzelte die Stirn und sah zu ihrem Piloten hinüber. "Wie der Waffenhersteller, Miss. Hat eine Eintragung bei der Traders Guild... "
      Ein sichtliches Aufatmen ging durch den Raum. "Jesses, wir sind doch nicht nur vom Pech verfolgt. Sobald sie in Reichweite sind, rufen Sie sie. Ich kann noch mehr Ärger heute nicht ertragen. Weisen Sie den Captain auf die Piratenaktivität hin und fragen Sie nach ... " Sie knirschte mit den Zähnen. "... wie lange noch bis unsere Unterstützung kommt?" - "Noch keine Antwort, Ma'am." - "Dann fragen Sie nach Hilfe bei der Reparatur. Das wäre alles, Kyle."

      Sie griff in ihre Tasche, nickte ihrem Ensign zu und steckte sich ein Pfefferminzkaugummi in den Mund, ehe sie aus dem Cockpit verschwand.
      "Funken Sie mich an, wenn sich etwas ergibt."
    • „Haha… jaaaaa… shiny. Kein Lag dieses Mal, yaaaay.“, Alanas Stimme klang nachwievor hell und peinlich berührt. Sie wendet ihren Kopf ab und ihre Lippen formen ein deutliches „Gorram“ während sie ihre Augen zusammenkniff. Sie atmete einmal hörbar aus, blinzelte und wendete ihren Kopfwieder mehr in Dews Richtung, ohne dabei aber vom Display wegzusehen. Sie traute sich ja auch kaum ihn anzuschauen, in der bösen Vorahnung, dass ihr Gesicht einen schönen Komplementärkontrast zu ihren Haaren bilden dürfte… Aber der Duft von Kaffee…
      „Kaffee!“ – Da war ja was. Sie stellte sich gerade auf und nahm die Tasse entgegen, schnell genug um sofort ihre - wie sie annimmt – rot leuchtende Birne wieder hinter einigen, sich wieder lockernden, Strähnen zu verstecken und sich ihren Anzeigen zu widmen.

      „Danke…“ Es wurde kurz still als Alana einen Schluck nahm. So still, dass die blecherne Musik für eine weniger stimmungsvolle musikalische Untermalung ausreichte. Beim herablassen der Tasse blickte sie nachdenklich auf die vor ihr ansteigende Leistungskurve vor sich und schob den Gedanken an ihre Gesangseinlage beiseite. Peinliche Stille – da kam ihr Dews Frage wieder in den Sinn.
      „Achja… Du hattest ja… Also der La- dem Schiff geht’s scheinbar sehr gut – ich denke wir könnten bei Zeiten die Vertikalpumpen warten… kann sein dass die Dichtun-
      Eh, jaaa… Was ich eigentlich sagen wollteee – Da war so ein Geräusch... ehm... also - die Detektoren schlagen an – Da ist einmal ein Wert für Wärme…ansteigend - und da ist noch was…“, sie machte eine kurzePause.
      „Timing, Dew… Eben erst, eine Spannungsspitze, sowas wie ein Impuls. Etwas zu kurz für `nen vorbeirauschenden Hardburn.“ Alanas Tonlage wurde sanft, aber merklich ernst. „Ich würde vorschlagen mal im Cockpit nachzusehen, ob die Scanner etwas mehr ausspucken. Ehm… am besten jetzt.“ Sie richtete sich auf, drehte sich einmal um 90 Grad und zeigte mit einem Armwippen die Richtung zum Cockpit an, bevor sie einen großen Schritt nach vorne, vorbei an Dewin machte.
      Nach dieser furchtbar schlechten Parodie eines Fluglotsen, der gerne irgendwann Soldat geworden wäre, ging sie normal, mit schnellen Schrittenüber den Gangway. Dank der neuen Beleuchtung bewegte sie sich souverän undschnell, ohne dabei einen Tropfen aus ihrer Tasse überschwappen zu lassen. Ein deutlicher Unterschied zu dem ehemals blinden Gestolper der Vergangenheit.
      Cat'it! :3

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Alana Johnson ()

    • Dewin blinzelte und sah Alana etwas verwundert hinterher mit Verzögerung. Kurz stutzte er und sah auf die Displays die sie eben noch im Blick hatte. Er gab sich Mühe dies zu erkennen, was Alana als Spannungsspitze bezeichnet hatte. Bei dem ganzen Wirrwarr an Werten, Graphen und sich bewegenden Balken versuchte er etwas herauszusehen, was nach einer für Laien erkennbaren "wohlsituierten" Spitze mit "guter" Spannung aussah. Das Unterfangen blieb aber ohne Erfolg. Dewin stellte im gleichen Moment fest, daß es wohl weniger bildlich zu verstehen war und er zudem verpasst hatte auch nur etwas in den ganzen Anzeigen zu erkennen, was ihn wie die Mechanikerin aufmerksam gemacht hätte.
      "Dichtungen?", mit der Frage löste er sich von den hellen Anzeigen und folgte Alana entschlossen.
      Der Kapitän versuchte im Kopf die Aneinanderreihung an Sätzen von Alana in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen.
      "Und was für einen Impuls meinst du?", fragte er und verschnellerte seinen Schritt.
      Kaum daß sie die Schwelle zur Kantine überschritten hatten, beeilte sich Dewin das Intercom zu erreichen und überholte Alana dabei. Mit einem kurzen Knarzen betätigte es sogleich.
      "Rene... halt die Scanner im Blick. Alana meinte, daß etwas gewesen sei. Irgendwas von Impuls... wir sind gleich im Cockpit."
      Dann nickte er der Mechanikerin zu, schloss wieder den Kanal zur Brücke und trank zügig aus seiner Tasse.
      "Schauen wir mal nach. Vielleicht sind wir auch schon daran vorbei... hätte es Probleme gegeben, hätte Rene sich schon gemeldet. - Denke ich."
      Er wartete noch einen Augenblick, um sicherzugehen, daß Alana aufgeschlossen hatte und setzte schließlich den Weg Richtung Cockpit fort.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Dewin ()

    • In der Kajüte war es stockfinster, einzig und allein das kleine gelbe Bereitschaftslicht am Interkom neben der Zugangsleiter enthüllte ein paar wenige Umrisse. Summer schlief nicht, sondern saß in der "ich hab mal was darüber im Cortex gelesen"-Version einer Lotos-Haltung auf ihrer Koje und versuchte zu meditieren.

      Zwar hatte sie sich inzwischen einigermaßen auf der Remedy eingelebt, sie genoss ihre Arbeit, sie hatte gelernt das Schiff zu lieben,
      doch sie hatte noch immer das vage, aber nicht ignorierbare Gefühl, (zumindest noch) nicht wirklich zur Crew zu gehören
      und ferner war sie in den letzten Wochen immer häufiger von Erinnerungen heimgesucht worden, die sie in mehr als nur einer Nacht schweißgebadet aus den Laken gescheucht hatten.
      Überdies war die Erkenntnis, dass die Companion Guild sie - vermutlich als späte Konsequenz dessen, dass sie Oberschicht-Herkunft und Allianz-Dienst entsagte - inzwischen aus der Kundenliste gestrichen hatte, ein harter Schlag ins Kontor, der sie eines wesentlichen Stressventils beraubte.

      Bisher hatte sie mit dem aus diesen Problemen resultierenden Anstieg ihres Stresslevels ganz gut umgehen können; ein Tütchen 手节 und danach irgendetwas technisches tun hatte ausgereicht, damit sie ihren Seelenfrieden einstweilen wieder gerade hängen konnte, doch in Tomiko Town hatte sie keinen Nachschub auftreiben können und langsam wurden ihre Vorräte des nicht unbedingt legalen Psychoaktivums knapp.
      Vor einigen Tagen hatte sie angefangen zu rationieren.
      Seitdem begegnete sie Morpheus' Umarmung mit Misstrauen und versuchte durch Meditation zumindest einige Augenblicke innerer Ruhe zu erhaschen.

      Stumm lauschte sie den Geräuschen des Schiffes und ließ sich vom sanften Rythmus der Systeme tragen, während ihre Gedanken in den angenehmeren Teilen ihrer Erinnerung verweilten. Als sie Schritte hörte, die sich im Korridor schräg über ihr in Richtung Cockpit bewegten, hielten ihre Gedanken inne, irgendetwas in der Art der Schritte sagte ihr, dass etwas geschehen sein musste oder im Begriff war, zu geschehen.

      Noch konnte sie nicht ahnen was es war, vielleicht ein anderes Schiff, vielleicht nur ein Stück Treibgut, vielleicht stand sogar ein Angriff durch Piraten oder schlimmeres bevor... Sie wusste es nicht, doch ihre Neugier war geweckt.

      Geschwind aktivierte sie die Beleuchtung und stieg in ihre Stiefel, legte ihren Gurt mit Holster und Werkzeugtasche an.
      Ein kurzer Blick in den Spiegel ließ sie eine Augenbraue heben.
      Ihre Mimik hatte sie wie immer tadellos im Griff, doch die innere Unruhe der letzten Wochen begann die ersten Spuren zu hinterlassen.
      Es war noch nicht "mehr Ränder als Augen", unterm Strich bekam sie gerade noch so genug Schlaf um ihre Gesundheit zu erhalten,
      doch ihre Gesichtszüge wirkten schärfer als sonst, die Falten in ihren Augenwinkeln waren zahlreicher geworden und die bislang noch vereinzelten grauen Haare in ihrem Pony hatten allem Anschein nach die Nachbarn eingeladen um in den neuen Stirnfalten ein Straßenfest zu feiern.
      Summer gönnte sich einen tiefen Stoßseufzer, setzte ihr Schiffchen auf und kletterte in den Korridor.

      Sie erreichte das Cockpit wenige dutzend Sekunden nach Dewin und Alana.
      "大家早上好. 做了一件不寻常的,先生?"* fragte sie, während sich Ihr Blick zuerst auf die Ortungsanzeigen
      und dann in die undurchdringliche Finsternis des Blacks auf der anderen Seite der Cockpitscheiben richtete.


      *("Dàjiā zǎoshang hǎo. Zuòle yī jiàn bù xúncháng de, xiānshēng?" -> "Guten Morgen, allerseits. Geschieht etwas ungewöhnliches, Sir?")

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Summer Davenport ()

    • Dewin stand gerade bequem mit der Kaffeetasse im Anschlag, als Summer hinter den Anwesenden ins Cockpit trat. Rene deutete ohne große Worte auf die Anzeigen der Scanner, wo scheinbar ein Signal markiert wurde. Alana hatte bereits davor Position bezogen und bewegte die Ansicht im visuell dargestellten Raum um mehrere Achsen das Schiff herum, während eine Hand über das Display wanderte, und versuchte mehr aus der Anzeige zu lesen. Nachdenklich sah der Kapitän nach vorne ins Black und drehte schließlich den Kopf in Richtung von Summer.
      "Hmmm... ja. Alana meldete eben, daß es eine Spannungsspitze innerhalb des Systems gab. Dabei liefen aber scheinbar alle System einwandfrei. Bleibt der Gedanke, daß es von außen kam... aber bisher ist alles ruhig."
      Er nahm einen Schluck aus der Tasse und steckte sich eine gedrehte Zigarette in den Mund.
      "Rene hat Alanas Annahme bestätigt, die Scanner gaben ein deutliches Signal. Auch wenn es nichts ist, was uns irgendwie betreffen würde. Unsere Lass läuft weiterhin... dennoch komisch hier draußen... hier ist sonst nichts."
      Mit einer kurzen Handbewegung zündete er sich die Zigarette an und nahm einen guten Zug.
      "Wir warten gerade, was die Scanner vielleicht noch durchgeben. Es gab bis jetzt keine weiteren Signale... nicht einmal einen Notruf", murmelte Dewin und sah kurz wieder in Richtung der Weiten des Blacks.
      Für einen Augenblick sah er von Alana zu Rene und wieder zurück. Dann leerte er seine Tasse mit einem kräftigen Zug, mit vollen Backen behielt er den Kaffee noch etwas im Mund, als er wieder den Gedanken nachhing und abschließend langsam schluckte. Er wendete sich allgemein in den Raum und sah jeden der Anwesenden einmal nacheinander an.
      "Falls wir unangenehmen Besuch bekommen..."
      Er nahm einen Zug von der Zigarette und stockte für einen Moment.
      "... Alana, du gehst dann sofort in den Maschinenraum... behalt den Antrieb im Auge, ich hoffe unsere Lass nimmt es uns nicht übel, wenn wir hochdrehen ohne Vorwarnung. - Summer, du bist dann an den Einheiten im Gangway vor dem Maschinenraum... wenn wir die Remedy aus dem Schlaf holen müssen, will ich jemanden haben, der die elektronischen Systeme direkt vor Ort im Blick hat. Sollte es irgendwo außerhalb des Maschinenraums knallen will ich außerdem sichergehen, daß die notwendigen Schots sofort unten sind. Ich werde hier auch ein Auge draufhalten, aber zwei Paar sehen mehr. Keiner geht in den Frachtraum, solange es nicht nötig ist."
      Etwas abwesend wollte Dewin wieder aus seiner Tasse trinken und merkte, daß die sich leider nicht ohne äußeres Zutun gefüllt hatte. Mürrisch klemmte er sich die Zigarette zwischen die Lippen und griff zum Intercom.
      "Mary, Nick...", setzte er mit nüchterner Stimme an. "... Freizeitbeschäftigungen einstellen oder wo immer ihr gerade seid, wir hatten hier ein unbekanntes Signal mit Spannungspitzen im System. Haltet euch bereit, falls wir Ärger bekommen."
      Der Kapitän hängte das Intercom wieder auf und verzog leicht das Gesicht.
      "Ach, und Summer... falls jemand auf die Idee kommt bei uns einzusteigen, dann hast du ausnahmsweise freie Waffenwahl auf dem Schiff."
    • Summer nahm ihre Befehle nickend entgegen.
      "Bestätigung, Sir. Was die Schotten angeht, sollten wir sie sofort schließen, nur für alle Fälle."
      Ihre Stimme war fest und klar, für den Moment waren ihre persönlichen Probleme vergessen.
      So unangenehm die Situation womöglich werden könnte, einen guten Aspekt fand sie darin:
      Klare Befehle, klare Kompetenzen, klare Prioritäten. Sie war in ihrem Element, fast wie in alten Zeiten.
      Jetzt zählte nur noch die Pflicht, Schiff und Crew zu beschützen.

      "Vorschlag: Eine Dekompression des Frachtraums blockiert vier von sieben Möglichkeiten das Schiff zu betreten. Das macht es schwerer uns zu entern.
      Falls uns jemand durch die Rückenschleusen entert, bilde ich in der hinteren Gangway die Verteidigungslinie des Maschinenraums und ich empfehle, dass jemand das Cockpit schützt." Sie tippte einen recht langen Befehl in ihren Armbandcomp.
      "Ich habe gerade den Waffenspind in meinem Quartier entriegelt. Sollte sich jemand für unerwarteten Besuch underdressed fühlen..."
      sie lächelte angedeutet... "...meine... Garderobe... steht für 5 Minuten allen offen, danach verriegelt sich der Spind wieder."

      Summer salutierte zackig.
      "Bitte um Erlaubnis, mir für den Empfang etwas 'bequemeres' anziehen zu dürfen, Sir."

      Dieser Beitrag wurde bereits 12 mal editiert, zuletzt von Summer Davenport ()

    • Dewin dachte für einen Moment still nach und nickte leicht.
      "Kein Problem, du hast fünf Minuten. Ich denke bis dahin wissen wir mehr von den Scannern...", sagte er ruhig und deutet kurz in Alanas Richtung. "Mit der Dekompression warten wir, bis wir mehr wissen. Aber guter Vorschlag. Dennoch hoffe ich, daß genau dies nicht notwendig sein wird. Wenn es soweit kommen sollte, wird der Frachtraum vielleicht das kleinere Problem."
      Der Kapitän sah auf die Anzeige des Scanners, mit dem Alana immer noch beschäftigt war. Dabei griff er wieder zu dem Intercom und begann wieder hineinzusprechen.
      "Hier nochmal Dew... Summer bietet an, daß ihr euch waffentechnisch bei ihr bedienen könnt, falls jemand sich damit besser fühlt. Meldet euch dann in fünf Minuten bei ihr auf dem Durchgang über den Crewkabinen."
      Schon wollte Dewin das Intercom wieder einhängen, da schien ihm noch etwas einzufallen, was er kurzerhand nach einer flüchtigen Pause knapp, aber sehr deutlich anfügte.
      "Noch was... und keine Granaten."
      Damit beendete er seine Durchsage und blickte wieder zu Summer.
      "Gib einfach raus, wenn jemand etwas braucht, nachdem du in fünf Minuten vorbereitet bist. Die Crew kann jetzt eh nicht ran, soviel Geduld sollen sie haben, wenn du dich in der Kabine noch umziehen willst."
      Dewin nahm einen guten Zug und sah wieder in Richtung Black, während Rene neben ihm konzentriert den Kurs hielt und mit Alana ein Auge auf die Anzeigen hatte.
      "Shiny... dann wollen wir mal schauen was uns erwartet."
      Er nickte Summer knapp zu und sah geduldig zu Alana hinüber, die still und angestrengt auf den Scanner starrte, während ihre Hand immer noch über das Display fuhr.
    • Summer nickte und war mit einem Schritt im Korridor. Anstatt zu klettern rutschte sie die Leiter herunter und für einige Sekunden erklang das Geräusch mit geübten Griffen angelegter Ausrüstung.
      Als sie nach nicht ganz zwei Minuten wieder zurückkehrte, hatte sich ihr Outfit nur wenig verändert:
      an ihrem linken Schenkel hing nun eine zweite Nightfall-MPi, an ihrem Rücken ein L98A1-Sturmgewehr, in angeclipten Gürteltaschen steckten Ersatzmagazine und in ihrem Stiefel ein Kampfmesser.
      "Etwas 'bequemeres' " bezog sich eindeutig nur auf 'Accessoires'.
      Summer Kalaschnikow.jpg


      Doch unter ihren linken Arm geklemmt hielt sie je ein sehr altes, aber tadellos gepflegtes StG47D und ein Typ93-Gewehr mit polierten Holzteilen,
      die sie zusammen mit zwei umgehängten Styx SMG03 auf den Copilotensitz stapelte.
      Bis auf letztere waren es durch die Bank Waffen aus alten Browncoat-Beständen, zum Teil mit abgekratzten Hoheitszeichen.
      Waffensammlung.jpg

      "Die Styx-SMGs für Alana und Rene, das 47D oder das Typ93 für Sie, Captain, und für die anderen findet sich auch noch etwas, falls nötig.
      Und Granaten besitze ich gar nicht, Sir. Ich bin Ingenieurin, keine Abrissbirne."

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    • Dewin, stellte die Tasse beiseite, verschränkte leicht die Arme und sah auf die gestapelten Waffen. Das StG47D betrachtete er eine Weile länger und hob leicht eine Augenbraue.
      "Wird mehr als nur reichen...", sagte er etwas abwesend, da sein Blick wieder auf dem Scanner ruhte.
      Vor den Anwesenden im Cockpit erstreckte sich weiterhin nur die gähnende Dunkelheit des Blacks, verziert mit einigen hellen Punkten in weiter Entfernung. Doch immer zeichnete sich weiterhin nichts dort draußen ab, zumindest nichts was sich ansatzweise in Sichtweite befand. Im nächsten Moment griff Dewin wieder zum Intercom, hielt das Lautsprechermikrofon vor dem Mund und überlegte einen Augenblick. Schließlich betätigte er den Sprachknopf bevor er mit ruhiger Stimme ansetzte.
      "Mary, Nick ... hier ist nochmal Dew. Haltet euch bei einem der Shuttles auf. Wir wissen zwar immer noch nicht, was da passiert ist... aber falls wir näher ran müssen. Oder falls jemand da draußen Hilfe braucht. Ende."
      Der Kapitän hängt das Intercom wieder zurück und wendete sich kurz in Summers Richtung.
      "Sollte der unwahrscheinlich Fall eintreten, daß wir da draußen etwas bergen müssen, übernimmst du wie gehabt die Leitung vom Außenteam. Packt dann ausreichend Anzüge ein... und das notwendige Werkzeug um im Notfall den Weg freizuschneiden."
      Prüfend sah Dewin wieder hinaus in die Schwärze und verzog einen Mundwinkel.
      "Ich bin kurz in der Kabine, gebt durch sobald ihr etwas seht. Bin in ein paar Minuten wieder da... hoffen wir, daß es so ruhig bleibt. Alana, wie weit war das Signal entfernt?"
    • Alana wischte über den Monitor. Um einen roten Punkt herum bewegte sich ein vereinfachtes Bild ihrer Umgebung. Kleine Kreise und Linien beschrieben Planeten und Umlaufbahnen, während am unteren Bildschirmrand Wellen, Kurven und Daten in einzelnen Fenstern auf die Aktivitäten rund ums Schiff hinwiesen. Zahlen, Linien, Graphen – alles schien zu vibrieren während die jeweiligen Daten ihre Informationen preisgaben.
      Alana betrachtete aufmerksam jene Bewegungen - das heißt, bis zu dem Zeitpunkt als Summer ihren Namen nannte und auf eine Waffe deutete. Sie sah ebenfalls einen Moment lang auf den kleinen ausgebreiteten Haufen an Schusswaffen, runzelte für einen Augenblick die Stirn, musste dann aber doch schmunzeln. Dann drehte sie sich schnell wieder zum Monitor.
      Ein ungutes Gefühl machte sich in ihr breit, zudem mochte sie den Gedanken nicht, der ihr bei dem Anstieg der Sensoren für die elektromagnetischen Wellen kam. Die Entfernung und das Echo passten aber zusammen. Aber andererseits bewegte sich auch nichts…

      „Bin in ein paar Minuten wieder da... hoffen wir, daß es so ruhig bleibt. Alana, wie weit war das Signal entfernt?"

      Sie blickte kurz auf und sah zu Rene, dessen Gemüt sie nicht so recht deuten konnte, dann tippte sie ein Fenster auf dem Monitor auf.
      „Etwas mehr als 2000 Meilen, Cap. Wir sind quasi dran vorbeigeflogen und jetzt auf dem Weg nach Gaaaaanz-Weit-Weg. Auf dem Umgebungsradar ist nichts in direkter Nähe zu sehen, wir sind also noch weit genug entfernt. Wenn wir den Kurs halten, bleibt’s auch so, außer du gibst den Befehl nachzusehen. Dann wären wir, bei aktueller Geschwindigkeeeeeit…„ - sie zog die letzte Silbe so lang, bis sie mit einem Fingertippen ein weiteres Fenster öffnete. „… in 2.5 Minuten in Reichweite für das Radar und können vielleicht eine Kennung auslesen – sofern es ein Schiff oder ähnliches ist. In 6 Minuten wären wir direkt drin… Nur, Dew…“, sie klang nachdenklich und besorgt.
      „Diese Spannungsspitze… also was ich da meinte war, es gab ein ungewöhnlichen elektromagnetischen Strahlungswert– weit genug weg, dass nur unsere Sensoren angeschlagen haben. Wenn wir aber zu nah ran fliegen und was auch immer oder wer auch immer, den ausgelöst hat… Ich meine nur, wir sollten vorsichtig sein und gut überlegen was wir machen…“
      Sie wendete ihren Blick von dem Display zu Dewin, der gerade in Begriff war zu gehen.
      „ Oh! Da ist noch was! Es bewegt sich nicht… Es ändert sich nur unsere Position, nur nicht die des Signals. Als ob da etwas still stehen würde. Könnte ein Schiff oder Satellit auf Warteposition… oder schlimmerem sein… Nicht auszuschließen, dass wir zu spät kommen... wenn‘s halt wirklich ein EMP war… Wir wissen nur dann mehr, wenn wir näher ran fliegen. Frage ist nur, ob wir das sollten.“

      Alana schluckte, wusste sie doch um die Antwort von Dewin. Ihre Muskeln spannten sich an und sie ging in Gedanken bereits den Weg zum Maschinenraum, nicht aber ohne einen Umweg in ihre Kajüte… - Summers Waffen sind ja wirklich schön, wenn nur noch kleine Anhänger dran befestigt wären - Katzen zum Beispiel - dachte sich Al und betrachtete das glänzende Metall.
      Sie stand von ihrem Platz auf und bewegte sich in die Richtung, wo Summer stand und ihre Waffen abgelegt hatte.
      „Die ist für mich?“ Sie zeigte auf eine Styx-SMG und lächelte Summer zu…Vielleicht ein Versuch ihre eigenen Stimmung aufzuhellen? Summer wirkte so in ihrem Element, Dewin war wie immer ruhig und bedacht, so dass Al etwas wie Neid empfand… Sie hatte Angst – und damit fühlte sie sich alleine… Summer schien genau zu wissen was zu tun ist… beruhigend… irgendwie… Und Dew – ihm vertraute sie.
      Ihre Finger glitten über das kalte Metall der ihr so fremden Waffe. „Shiny. Sei mir nicht böse, ich hoffe trotzdem dass wir sie nicht brauchen.“, breit grinsend zwinkerte Summer zu und stemmte eine Hand in ihre Taille.

      „Also Cap? Deine Befehle?“
      Cat'it! :3
    • Dewin lauscht Alana bei ihrer Ausführung aufmerksam und hatte fast die Türschwelle erreicht. Mehr zu sich nickte er verstehend, während sie die Informationen zusammenfasste und er alles im Kopf durchging. Beim Stichwort EMP hielt er inne und blieb stehen, langsam drehte er sich zur Mechanikerin. Er wartete aber noch ab bis Alana mit Summer gesprochen hatte.
      "EMP?", murmelte er und hob deutlich eine Augenbraue.
      Er hob anmerkend seine rechte Hand und sah direkt zu Alana.
      "Ich gehe soweit draußen nicht von einem Satelliten aus... Skyplex wäre uns bekannt über die Karten..."
      Nachdenklich verzog er den Mund, verschränkte die Arme und blickte wieder kurz hinaus ins Black.
      "Keine Ahnung wer oder was für etwas wie ein EMP sorgen würde... kenne es nur von der Allianz wenn sie einen lahmlegen wollen."
      Er machte eine rhetorische Pause und atmete kurz aus.
      "Wir sehen dennoch nach."
      Mit dem Satz war er schon fast durch die Türschwelle, sah aber noch einmal zu seiner Crew im Cockpit.
      "Nicht weil ich unbedingt der Allianz Hallo sagen will. Ich will nur sichergehen, ob jemand Hilfe braucht. Wir bleiben dabei... Nick und Mary dürften bereits am Shuttle sein."
      Damit nickt er leicht und schmunzelt schief.
      "Wir werden sehen. - Rene, Kurs auf das Signal nehmen, das Alana geortet hat. Wir halten uns ruhig und gehen mit gleichbleibender Geschwindigkeit ran. - Alana, du gibst durch sobald du ein besseres Signal rausholen kannst, damit wir wissen ob es ein Schiff oder etwas Anderes ist. - Summer, du behälst dich weiterhin bereit, das Shuttle anzuleiten. Wenn es zu unbequem werden sollte in den paar Minuten, die ich nicht da bin... abdrehen und mit einem kleinen Haken weiter in Richtung Beylix. Gerne auch mit Hard Burn, wenn es heikel ist. Wir gehen nicht rein, solange wir nicht mindestens wissen, ob es ein anderes Schiff ist."
      Der Kapitän verschwand zügig und es war zu hören, wie er die kleine Treppe vor dem Cockpit hinunterstieg.
    • Summer blickte ebenfalls auf die Anzeigen und lauschte dem Gespräch zwischen Alana und Dewin.

      Als Alana „Die ist für mich?“ fragte, nickte sie. "Klein, kompakt, wenig Rückstoß, umhängbar. Sie schützt Dich, ohne Dich zu sehr zu behindern."
      Auf ihr „Shiny. Sei mir nicht böse, ich hoffe trotzdem dass wir sie nicht brauchen.“ antwortete sie nur:
      "Schießeisen sind shiny, Leute umlegen nicht, ich teile Deine Hoffnung."

      Nachdem Dewin seine Befehle gegeben hatte, nickte sie bestätigend.
      "Ich bleibe hier, bis wir wissen, was Sache ist. Danach begebe ich mich zum Shuttle, Sir."

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    • Dewin eilte die Verbindung zwischen Cockpit und Kantine entlang. Lautstark waren die Sohlen seiner Stiefel auf dem Untergrund zu hören. Als er an dem Abstieg zu seinem Quartier ankam, drückte er den Zugang mit einem Fuß auf und kletterte zügig die Leiter hinab, wobei er sich nach der ersten Hälfte mehr oder minder nach unten fallen ließ. Die Hände hielten die Seitenstreben der Leiter jedoch weiterhin fest, daß seine Hände ein flüchtiges, quietschendes Geräusch von sich gaben. Innerhalb weniger Momente war er in seiner Kabine und hielt direkt auf den Stuhl vor seinem Tisch zu. Dort hing über der Lehne sein Gürtel mitsamt Holster und Waffe. Mit einer schnellen Handbewegung griff sich Dewin die Waffe und das Holster.
      Als sich die Türe zur Kabine hinter ihm wieder schloss kletterte er die Leiter bereits nach oben und erreichte wieder den Durchgang. Jetzt erst nahm er sich die Zeit in die Holsterhalterung für das Bein zu schlüpfen und zog den Gürtel mitsamt Waffe grob auf Hüfthöhe. Noch während er die Schnalle schloss, ging er wieder ins Cockpit hinein und prüfte beiläufig den Sitz seiner Waffe an der rechten Seite.
      "Also dann...", murmelte er vor sich hin und sah wieder nach vorne ins Black.
      Kurz ging seine Aufmerksamkeit wieder zu den Displays der Scanner, an denen Alana immer noch aufmerksam saß und scheinbar nichts aus den Augen ließ. Er griff zum Lautsprechermikrofon des Intercoms, drückte die Taste und setzte nüchtern an zu sprechen.
      "Hier Dew... Mary, Nick... in ein, zwei Minuten wissen wir mehr. Summer wird mitfliegen, wenn es rausgeht und das Außenteam anführen. Bis dahin Füße stillhalten und schnappt euch eure Anzüge für draußen. Ende."
      Dewin behielt das Lautsprechermikrofon in der Hand und geduldet sich, sein Blick war sturr nach vorne gerichtet und suchte das Black ab.
    • "Zwischenbericht?"
      Der Lieutenant sah von ihrem Cortexpad auf und nahm ihren Mitarbeiter mit verengten Augen ins Visier.
      "Smith und Wailston sind in den Anzügen, draußen, und versuchen den Treibstoffverlust zu minimieren. Allerdings haben wir nicht genug loses Metall übrig, um das Leck vollständig abzudichten. Wir werden also nicht genug Fuel haben, um bis zum Hafen zu kommen."
      Sie nickte. "Weiter."
      "Das feindliche EMP hat unsere Leitungen ganz schön mitgenommen. Wir können die Maschinen und den Generator vorallem nicht auf voller Last laufen lassen, ohne dass wir riskieren, den Schaden zu vergrößern und die Engpässe in den Leitungen zu sprengen."
      Fast wie eine Bestätigung funkte hinter der Frau eine der Konsolen mit hellem Lichtgewitter auf und tauchte den Raum und die Gesichter für einen kurzen Augenblick in helles Licht, als ob die Notbeleuchtung nicht in Kraft getreten wäre.
      "Weiter?"
      "Die nächste Patrouille ist noch einen halben Tag entfernt."
      Sie legte das Cortexpad beiseite und faltete die Finger ineinander.
      "Noch etwas Neues von unseren Freunden?"
      "Äh, Meinen Sie die Schmuggler?"
      "Nein, ich meine Gott persönlich. Wieviele Schiffe zählen Sie denn gerade in unserem Umkreis?"
      "Nun, die Schmuggler scheinen genauso havariert wie wir zu sein... die Lebenserhaltung ist wohl intakt, aber der Antrieb ist hin. Wir halten jedoch keinen Funkkontakt, um unsere Signale für die Kommunikation mit der Allianz und Hilfe freizuhalten."
      "Und die fremde Firefly?"
      "Noch keine Antwort, Ma'am. Unser Verstärker scheint beim Gefecht einen Schlag abbekommen zu haben. Sie sind wahrscheinlich nicht nah genug gewesen, um uns zu hören."
      "Was schlagen Sie vor, Ensign?"

      Der Fähnrich war wohl erschlagen von dem unerwarteten Vertrauen, da er für den Moment ins Stutzen kam. Sie winkte sachte ab. "Das erste, sinnvolle, was Ihnen einfällt. Wie sparen wir Ressource?"
      "Nun, Ma'am, wir könnten Energiespitzen vermeiden, indem wir das Netz verkleinern und uns in den Versorgungsteil des Schiffes zurückziehen. So strapazieren wir die Lebenserhaltung und den Generator nicht und könnten dennoch weiter an den Reparaturen arbeiten."
      Sie lehnte sich in ihrem Stuhl zurück, strich sich über das Kinn und steckte schließlich ihr Pad in die Tasche, die neben dem kleinen, nüchternen Schreibtisch stand. "Machen sie es so, wie sie es für richtig halten. Und, Ensign Bucker."
      "Ja, Ma'am?"
      "Halten Sie mir eine intakte Konsole frei. Ich lasse nicht zu, dass sich die Arbeit weiter stapelt."

      Wenige Minuten später fielen die oberen Decks, die Brücke ausgenommen, in Dunkelheit. Die kleine Crew des Schiffs hatte sich im Rumpf gesammelt und arbeitete emsig zwischen Frachtraum, Maschinenraum und Schleuse daran, ihre Situation zu verbessern. Die Lieutenant sprach mit ruhiger Stimme wieder und wieder den gleichen Funkspruch in das Mikrophon, das am Headset vor ihren Mund gehalten war.

      "... spricht das Alliance Vessel Lavender. Wir sind nach Gefecht stark beschädigt und benötigen Hilfe bei den Reperaturen. Mayday. Mayday. An alle verfügbaren Patrouillen und Zivilisten im Umkreis. Hier spricht das Alliance Vessel Lavender... "
      Sie beendete den Funkspruch, nahm einen Schluck von ihrer Teetasse, erwiderte die fragenden Blicke ihrer Crew mit einem sachten Kopfschütteln und lauschte für einen Moment dem stillen Rauschen des Funks, ehe sie die Tasse beiseite stellte und von vorne begann.
      "Mayday. Mayday. An alle verfügbaren Patrouillen und Zivilisten... "
    • "Mayday. Mayday. An alle... verfüg... baren Patrouillen und Zi...vilisten im Umkreis. Hier... spricht... das Alliance Vessel Lavender..."
      Dewin hob den Kopf, als er den etwas knarzenden Empfang aus dem Lautsprecher bemerkte und sah mit erhobener Augenbraue zu Alana, die den Kanal eingestellt hatte, daß der Funk deutlich zu hören war. Deutlich verzog der Kapitän das Gesicht und blickte grübelnd auf das Lautsprechermikrofon. Einige Momente verstrichen still, ohne daß er sich regte... dann hob er das Mikro zum Mund und sprach direkt hinein.
      "Mayday", setzte Dewin ruhig, aber deutlich an. "Alliance Vessel Lavender... hier ist Frachtschiff Remedy, haben Mayday erhalten... kommen."
      Er zog die Luft ein und ließ die Sprechtaste los.
      "Na, wunderbar... ausgerechnet Allianz. Gorramit."
      Kurz presste er die Lippen nachdenklich zusammen, daß sein Mund nur noch eine schmale Linie bildete. Dann sah er ruhig zum Rest im Cockpit.
      "Rene, auf Kurs bleiben, etwas langsamer. Ansonsten bleiben wir beim bisherigen Plan... es ändert sich nichts. Und bevor jemand fragt: Ja, ich habe mitbekommen, daß es ein Allianzschiff ist. Wir sehen dennoch nach."
      Dewin betrachtet das Lautsprechermikrofon und wog es etwas in der rechten Hand.
      "Ich will wenigstens wissen, was die hier draußen verloren haben... und warum die um Hilfe bitten. - Alana, was geben die Scanner noch durch? Nur das eine Allianzschiff? Denen wird doch wohl kaum einfach eine Sicherung durchgeknallt sein."
      Er hielt für einen Augenblick inne und überlegte mehr für sich.
      "Wobei... sowas kann auch reichen... nicht wahr?", kommentierte er seine eigene Aussage mit einem gequälten, vielsagenden Schmunzeln.
      Dann wurde er still, der nüchterne Ernst zog wieder über seine Mimik und der Kapitän geduldete sich, ob eine Antwort von dem Allianzschiff kam.
    • Da die jetzige Nachtschicht wieder völlig anders verlief als gedacht, blieb ja nichts anderes als dem Kapitän den Gefallen zu tun Kurs und Geschwindigkeit so anzupassen, dass man nicht zu schnell ankommt, das man nicht mehr bremsen kann, aber auch nicht so langsam, das man nicht doch nochmal durchstarten kann.

      Bedingt beschleicht ihn eine Art Déjà-vu: Hey da ist eine Bombe, holt alle Mechanics! Hey da wird geschossen/explodiert was, lass uns da hin.

      Ohne auf die Fluganzeigen zu achten bedient Rene die Flugcontrollen und auch als er Drew anschaute nahm er weitere Anpassungen vor und das Schiff nahm fing an seinen Kurs so zu ändern das sich der Blinkende Punkt auf den Sensoren immer näher kam. "Dew bist du dir sicher, dass es ein echter Notruf ist, wir sind hier ziemlich weit draußen, wenn das eine Falle ist, sind wir die gearschten!"
      Dann warf er prüfend einen Blick auf die Anzeigen und nickte zufrieden, bis man ich entscheidet ob man anhält oder nicht würde der jetzige Kurs hinreichen, es hätte besser sein können, aber fürs nicht hinschauen war es gut. Hoffentlich versucht Al sich das nicht abzuschauen, ohne hinzugucken zu fliegen, das kann ganz schön nach hinten losgehen, vor allem wenn man nicht so viel Platz hat, wie hier im Black.

      Wären alle anderen sich um ihre Bewaffnung kümmerten, überlegte er kurz ob er sich auch eine holen sollte, aber realistisch betrachtet, wenn die schon bis ins Cockpit kommen war es e zu spät, schade dass das eine Update immer noch nicht von Al auf dem Cockpit installiert ist, vielleicht sollte er ihr da mal auf die Füße treten.
      Warum nur alter treuer Freund, warum gibt es in dieser Welt mit ihrer bunten Farbenpracht, in der man ständig tanzt und lacht, denn gar nichts mehr was für dich zählt.