Irgendwo im Black am Board der Freya

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  • Jiangyin, die Rinder mitsam Baron, Baroness und Paten lagen schließlich wieder unter ihnen in sicherer Entfernung. Auch wenn es etwas paradox erschien, würde man doch ohne Raumschiff diese Entfernung nicht mal an einem Stück zurück legen können. Aber das waren nur Dr. Sterns gedankliche Abschweifungen. Eigentlich war der Besuch doch ganz nett gewesen! Es hatte leckeres Essen gegeben, interessante Leute hatte man kennen lernen können, eine Bombe ist explodiert, er war zum ersten Mal in seinem Leben bei einer Rinderauktion dabei gewesen, eine spannende Sache und schließlich hatte er auch eine mögliche Lösung für sein Hinkebein gefunden...oder eher zugespielt bekommen. Und ein Schwein besaß er jetzt auch noch! Wobei, nein, tat er nicht, er hatte sich ja bloß das benötigte Biomaterial geben lassen. Im Nachhinein vielleicht nicht die schlauste Entscheidung. Also hatte dieser Ausflug zumindest einen negativen Punkt, kein Schwein. Aber der Rest war großartig gewesen. Er hatte zwar das Gefühl, dass manch einer ihm da nicht so ganz beipflichten würde aber jeder hatte ja ein Recht auf seine Meinung...selbst wenn sie ganz offensichtlich falsch war...oder so.

    So oder so ähnlich sahen Dr. Sterns Gedanken aus, als er so gegen 3:30 Uhr morgens in der Krankenstation der Freya saß und zusah wie ein konstanter Schwall Blut aus seinem Arm in einen schicken, kleinen Beutel blubberte. Eigentlich setzte er ja immer zur Lazarus über, um sich dort das Blut für die OP abnehmen zu lassen aber da er dazu nüchtern sein wollte und mittlerweile einen ziemlich Kohldampf hatte, griff er einfach schon mal vor und würde das Blut dann in ein paar Stunden einfach rüber bringen. Außerdem war ihm ziemlich langweilig nachdem er diese Nacht maximal anderthalb Stunden in Form von 20 bis 30 Minuten langen Nickerchen geschlafen hatte und so konnte er sich zumindest für eine Weile beschäftigen. Blut beim fließen zu zuschauen war schon ziemlich faszinierend.
    Vielleicht war es auch eben jener Schlafmangel, der ihn dieser Tage etwas grummelig erscheinen lies oder aber die Tatsache, dass er sich mit eisernem Willen seine geliebten Schmerztabletten vorenthielt, um sein Reserveblut nicht damit zu verunreinigen. Zwar beklagte er sich nicht direkt aber ein Anstieg an Sarkasmus und schnippischen Kommentaren durfte jedem aufgefallen sein, der ihn länger als eine halbe Stunde kannte.